Die Geburt des dritten Kindes und diverse Hilfsmittel – die Geburtsgeschichte

In meinem Begrüßungsbeitrag hatte ich euch ja schon angekündigt in nächster Zeit über die Geburt und alles was in die Zeit danach betrifft zu berichten. Hier zunächst mal die Geburtsgeschichte:

Da meine beiden anderen Kinder zum bzw. einen Tag nach dem errechneten Geburtstermin zur Welt kamen hatte ich mir im Vorfeld ehrlich gesagt keine Gedanken gemacht wie und was man tun könnte/müsste, wenn das Kind nicht von alleine kommt. Glaubt mir. Ich kann jetzt jede Mami verstehen, die über den Termin kommt. Dieses Warten ist die Hölle! Unser Sohn sollte am 26.8.16 zur Welt kommen. Er wollte jedoch nicht. Verständlich… aber irgendwann möchte man doch dieses kleine Wesen kennenlernen und einfacher wird es mit dem immer dicker werdenden Bauch ja auch nicht. Da dann auch tägliche CTG´s anfallen wird es doch sehr lästig. So also gingen wir am 4. September wieder einmal ins Krankenhaus zum CTG schreiben. Nachdem der selbstgemixte Wehencocktail (den ich nach Anraten meiner Frauenärztin und nach Absprache meiner Hebamme eingenommen habe) und die Akkupunktur zum Geburt auslösen in den kleinen Zeh auch nach dem zweiten Versuch rein garnichts bewirkt hatte, entschieden wir uns nach Empfehlung der Hebammen und Ärzte im Krankenhaus für den Wehencocktail dort. Dieser bestand aus:

Chantre
Zimt
Saft
Sahne
und natürlich unser heißgeliebtes Rizinusöl

Dieses hochprozentige Gesöff habe ich 3x innerhalb von 3 Stunden trinken müssen. Der erste schmeckte noch ziemlich lecker, aber nach dem zweiten ging das fettige Zeug kaum noch herunter. Nach dem dritten Becher sollte ich dann zum Entspannen in die heiße Badewanne … es traten zwar Wehen ein, jedoch lediglich ausgelöst durch die Darmtätigkeit aufgrund des Rizinusöls. Keine Geburtswehen!

Am nächsten Tag konnten wir uns dann zwischen Tabletten, Gel und einem Tropf entscheiden. Die Tabletten, von welchen ich dann alle 4 Stunden eine Halbe geschluckt habe, sind eigentlich ein Magen-/Darmmedikament, jedoch wurde festgestellt, dass sie als Nebenwirkung wehenauslösend wirken. Seit dem werden sie zur Geburtseinleitung eingesetzt. Inzwischen war ich bei 40+10 angelangt und wollte auch wirklich nicht mehr länger warten. Ehrlich gesagt bekam ich auch langsam etwas Angst um meinen kleinen Spatz. Ich wollte auf keinen Fall, dass irgenwann ein Notkaiserschnitt gemacht werden musste, nur weil irgend etwas nicht mehr stimmte (geschweige denn etwas viel schlimmeres passiert). Also bereitete ich mich nun zum 4. Mal darauf vor, meinen Sohn bald in den Armen halten zu können.

Die erste Dosis bekam ich um 10 Uhr morgens und es passierte rein garnichts… nada! Abends um 22 Uhr zug ich mit meiner Bettdecke in den Wehenraum, um etwas Schlaf während des CTG schreibens zu bekommen. Mein Mann sollte auch nach Hause um sich auszuruhen – schließlich hatte er den ganzen Tag und die vorherige Nacht bei mir im Krankenhaus verbracht. Er ging also und ich schlief in Ruhe ein.

Ich wachte auf, da mir der kleine Mann auf der Blase zu tanzen schien – spürte aber immer noch nichts von Wehen… und plötzlich um 1:50 tauchte wie aus dem Nichts eine Wehe auf… dann ging alles viel zu schnell… es hörte nichtmehr auf… mein Mann wurde um 2:05 angerufen und kam 9 Minuten bevor unser Sohn um 2:29 das Licht der Welt erblickte. Es war ein 40 Minuten Marathon – aber ich hatte es nach 11 Tagen über dem Termin endlich hinter mir.

Nach dieser komplett anderen Geburtserfahrung muss ich sagen, dass ich beim dritten Mal sehr froh war, bereits im Krankenhaus gewesen zu sein, denn bei einer 40 Minuten Zeitspanne hätte ich es wohl nichtmehr rechtzeitig geschafft. Die Tabletten lösen zwar die Geburtswehen aus, jedoch wie effektiv und schnell die Wehen eintreten hängt immer von der jeweiligen Frau ab. Meine Nachsorgehebamme meinte, dass der Körper nach zwei voran gegangenen Geburten weiß, was er bei einer Wehe zu tun hat und der Muttermund öffnet sich daher schneller. Bei mir dann wohl sehr schnell… Letztendlich ist es jedem selbst überlassen, ob und wann sie sich für eine Einleitung entscheidet. Ich war froh danach die Gewissheit zu haben, dass mein Kind gesund ist und wollte einfach aus Angst kein Risiko eingehen.
Stellt euch schonmal darauf ein, denn wenn das kleine Wesen erst einmal das Licht der Welt erblickt hat, fängt es an, dass ihr tausende Entscheidungen treffen müsst, die euch keiner abnehmen wird. Angefangen bei Vitamin D und Vitamin K gaben, Impfungen, Hörtests, Blutflusstests u.v.m.

Ein Gedanke zu „Die Geburt des dritten Kindes und diverse Hilfsmittel – die Geburtsgeschichte

  1. Oh, schöne Geburtsgeschichte 🙂

    Ich habe 2 Kinder. Die erste kam 10 Tage vor dem Termin (Blasensprung- Gott sei Dank auf dem Klo- so wurde nichts eingesaut ^^)….die andere kam 1 Tag nach dem Termin (auch Blasensprung…Nachts 3.00 Uhr im Bett). Wehen hatte ich dann bei beiden erstmal ne lange Zeit nicht.
    Bei der zweiten habe ich dann auch diese Tabletten erhalten, von denen du geschrieben hast- haben 20 Minuten danach dann auch gleich angefangen. Allerdings hat es dann aber immer noch bis 15:37 Uhr gedauert bis meine zweite Tochter das Licht der Welt erblickt hatte 🙂

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