Mama Magazin
3. März 2016

Mama Chic und das Schwergewicht beim Kangatraining 🇩🇪

Ausstattung für Kanga
Mein Ausstattung für das Kangatraining. Ich wollte Barfuß sein.

Eigentlich war ich nervös als ich durch die Stadt rannte. Nervös, weil ich nicht wusste ob ich mich blamieren würde. Würden die anderen Mamis alle top Fit sein? Durchtrainiert?

Knallrot werde ich immer beim Sport, manchmal eher Purpur. Liegt an der englischen Haut. Manchmal möchte ich Passanten vergewissern, dass es mir gut geht, wenn sie mich nach einem 5km lauf anstarren. Wird es meinem Kind gefallen? Habe ich die richtigen Sachen mit? Habe ich meine Beine rasiert? Ich bin nicht furchtbar unbeholfen beim Sport und habe wer-weiß-wie-viele Aerobics Stunden hinter mir, aber irgendwie wollte ich mich nicht vor meinem Kind blamieren, was mit 7 Monaten ihr kaum auffallen würde.

Dort angekommen war ich dankbar für das Durcheinander vom Kurswechsel und konnte mich erstmal ein bisschen umschauen und sehen wie die andere Mamis so drauf waren. Es war (zu meiner großen Erleichterung!) eine sehr gemischte Gruppe von Frauen und Babies. Sie sahen alle so normal aus, dass ich aufatmen konnte.

Die Trainerin kam sofort zu mir, denn ich habe am Telefon schon angekündigt, dass ich schnuppern wollte. Sie erklärte mir schon am Telefon, dass ich meine Trage mitbringen könnte (man kann eine auch ausleihen) und Wechselsachen für das Baby. Hatte ich mit. Also, erstmal einen Platz finden. Das blöde beim schnuppern in einem Kurs ist, dass die Mamas sich schon ein bisschen kennen und du wirklich „der Neuling“ bist, aber hier war wirklich eine offene und freundliche Stimmung. Ich lerne schnell und guckte mir von meiner Nachbarin ab, wie sie ihr Baby bis auf’s Body auszog und die ganz niedlichen Stulpen anzog, die uns zur Verfügung lagen (man kann sie auch kaufen www.kangatraining.de).

In einem Kreis wo jede eine Yoga Matte vor sich hatte, ging es dann los. Erst sanftes schaukeln mit dem Baby, dann ein bisschen heben, aber alles nicht zu viel. Danach aber ging es zur Sache! Babies auf die Matten oder die Spieldecke in der Mitte vom Kreis, und Mamas fangen an mit „planking“ (kann man googeln), Babys heben, küssen, auf die andere Seite heben, sehr anstrengend für die Arme!

Und das Baby fliegt hoch!
Und das Baby fliegt hoch!

Und viele andere Bewegungen, die mich richtig ins Schwitzen gebracht haben und mein Baby zum lachen. Nach 30 Minuten kamen die Babys in die Trageteile auf den Rücken. Das hatte ich vorher noch nicht gemacht und war sehr froh zu lernen wie es wirklich geht, denn die Trainerin ist auch Frageberaterin. Meine Nachbarin hat mir geholfen, die Trainerin hat es überprüft. Wir haben Paar Übungen mit einem Ball gemacht und dann Tanzschritte und Choreographie. Mein Baby tanzte mit, mache Babys haben geschlafen. Die Stimmung war toll und die Mamas haben sich alle sehr angestrengt. Kein Kaffeekränzchen hier!

Fertig! Rot aber glücklich
Fertig! Rot aber glücklich

Nach der Stunde kam ich mit ein Paar von den Mamas ins Gespräch. Nette Gespräche über Fitness, Arbeit, Muskelkater. Es war eine schöne Abwechslung zu den üblichen Themen wie schlafen, Bereichen usw. und ging mehr um uns Frauen und nicht nur um die Babys. Am nächsten Tag stellte ich auch fest wie sehr Recht sie hatten mit dem Muskelkater, aber wie meinen Mann sagte „das weisst du, dass du was getan hast“. Recht hat er. Ich habe was getan, für mich, meinen Körper und vor Allem mit meinem Kind zusammen.

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