Mama Magazin
28. Dezember 2017

Mein Baby Will Keinen Brei

Ach wie habe ich mich auf den Tag gefreut, wenn mein Kind die ersten Löffeln Brei isst! Die witzigen Grimassen und diese Entdeckungstour gemeinsam. So war es zumindest mit dem ersten Kind, aber Kind zwei hatte ganze andere Ideen! Welcome Breifreies Baby! Hast du auch so Eins? Oder überlegst du auch dein Baby „Breifrei“ zu ernähren?

Ich mag keine Gehirnwäsche

Ich möchte dir gleich am Anfang sagen, dass ich nicht aus Überzeugung mein Baby Breifrei ernährt habe, sondern, weil sie es bevorzugt hatte. Beim ersten Kind habe ich den Ausdruck „breifrei“ nicht mal gekannt. Ich schreibe also keinen Text um dich zu überzeugen, dass breifrei das Beste und die einzige Möglichkeit ist, dein Baby richtig zu ernähren. So bin ich nicht. Ich sehe jedes Kind als einzigartig und jedes Kind hat seine Bedürfnisse. Also, wie kam es, dass ich mein Kind breifrei ernährt habe?

Mein Kind will nicht essen

Baby Lottie wollte ihren Brei partout nicht essen. Sie verschluckte sich, weigerte sich den Mund aufzumachen und es war eine Qual mit ihr. Sie war sechs Monate alt, ich stillte sie noch voll, aber sie war schon immer ziemlich an der Untergrenze vom Gewicht her. Ich war ziemlich verzweifelt, weil ich sie keineswegs zum Essen zwingen wollte, aber ich wusste meine Milch würde nicht mehr lange ausreichen. Was tun? Ich habe natürlich mit der Kinderärztin darüber gesprochen. Sie war sehr entspannt und hat mir zugesichert, dass Lottie essen würde, wenn sie Hunger hätte. Sie hat uns einen Termin in sechs Wochen gegeben und mir Mut zugesprochen, dass ich als Mama sehen würde, wie es ihr am Besten passt. Das klingt für Dich vielleicht zu frei, aber es hat mir tatsächlich geholfen, mich nach Alternativen umzugucken und so fand ich die „breifreie Bewegung“ im Netz.

Wie Ernährt Man Breifrei?

Breifrei heißt soviel wie Babys Freiheit über ihr Essen zu geben, von Anfang an. Man püriert nichts, und das Baby nimmt das Essen selber mit der Hand in den Mund. Die Reaktionen auf das Essen ist köstlich und es war wunderschön, dieses Abenteuer mit meinem Baby zu machen. Es ist ganz anders als Babybrei rein zu löffeln und gibt dem Baby viel mehr Kontrolle über das Essen.

Worauf muss man achten

Breifreies Essen ist nichts für schwache Nerven! Die Kinder verschlucken sich viel schneller als mit Brei und man muss wirklich vorsichtig sein. Ich habe irgendwo gelesen, dass man sich Gedanken machen muss wenn das Kind blau anläuft und nicht schreit oder hustet. Wenn das Baby „nur“ rot wird und hustet, ist alles ok. Die Kinder lernen unglaublich schnell, sich selber zu füttern, aber der Anfang ist ziemlich schwierig. Lottie hatte oft nur ganz wenig gegessen und dann ihre Milch gewollt und ich befürchtete sie würde niemals anfangen „richtig“ zu essen. Ich habe viel länger vollgestillt mit Lottie als bei meinem ersten Kind. Aber nach ein paar Wochen hat sie richtig Vorfreude auf ihr Essen gehabt und war sehr geschickt mit ihren kleinen Händen.

Eine lange aber gute Reise

Ich wäre wahrscheinlich nie auf die Idee gekommen mein Baby breifrei zu ernähren, wenn sie es nicht so gewollt hätte. Wie gesagt, ich bin nicht streng für oder gegen etwas, ich finde einfach Babys haben auch ihre Ideen, was sie wollen und nicht wollen. Manchmal wäre es viel einfacher gewesen, wenn ich sie hätte füttern können! Aber ich bin froh, diese Erfahrung gemacht zu haben und mit Dir teilen zu können. Lottie ist jetzt 2 Jahre alt und isst immer noch lieber feste Nahrung als zB Kartoffelbrei, ich glaube sie mag einfach die Konsistenz nicht.

Wenn du mehr wissen willst – kannst du hier meinen zweiten Artikel lesen – Breifreies Baby- Wie Fange Ich An

 

 

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