Mama Magazin
22. Juli 2016

Muttermilchersatz Pre, HA, Stutenmilch und Co. 🇩🇪

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Muttermilchersatz

Beinahe jede Mutter wird sich mit diesem Thema schon auseinandergesetzt haben. Entweder weil sie nicht stillen möchte oder kann, oder wenn die Stillzeit vorbei ist, das Kind aber weiterhin noch bis ca. 1 Jahr ein Fläschchen bekommen soll. Ich persönlich möchte vorbereitet sein, für den Fall, dass ich nicht stillen kann, bevor Baby Nr.3 auf die Welt kommt. Schließlich muss man ja schnell handeln, würde dieser Fall eintreten. Also habe ich mir zuerst die Ökotest Ausgaben bestellt, die das Thema Muttermilchersatz aufgreifen. Dann fing ich an sie zu studieren… und das ist dabei heraus gekommen:

1.) Stillen ist am Besten. Ja das wusste ich auch schon. Klar. Dennoch muss man ja mal einen winzigen Gedanken daran verschwenden, dass es aus welchen Gründen auch immer evtl. nicht klappt. Obwohl ich 2 Kinder für jeweils 6 Monate gestillt habe, bin ich vorsichtig und will wie schon gesagt einfach vorbereitet sein.

2.) Pre oder 1? Problematisch war, dass die aktuellen Ausgaben zwar eindeutige Testsieger herausstellten, allerdings nur bei der 1er Milch. Der Unterschied ist, dass hier schon mehr Kohlenhydrate beigefügt werden, die satt machen, als in der Pre Muttermilchersatz-Milch. Es wird auch erklärt, dass die Pre Milch der Muttermilch am nächsten ist und u.A. deswegen auch nach Bedarf gefüttert werden kann. Ok. Also dann die Pre. Das stand damit für mich fest, jedoch hatte ich nun keinen Test, der diesen Muttermilchersatz mit besser als „befriedigend“ getestet hat.

Weitere Pre Muttermilchersatz Nahrungs Produkte wurden von Ökotest in 2014 getestet wobei das beste Ergebnis „befriedigend“ war…

3.) Bio oder nicht Bio?  Der Testsieger von Nestlé Beta Pro 1 bekam zwar die Endnote „sehr gut“, jedoch ist er im Gegensatz zu seinem Mitkonkurrenten von Hipp Bio Combiotik Bio-Anfangsmilch ein Nicht-BIO Produkt. Also eine weitere Frage, die ich mir stellte: Bio oder nicht Bio?

4.) HA auch ohne Vorbelastung? Ein Interview aus 2011 mit Frau Dr. ed. Andrea von Berg, der Leiterin des Forschungsinstituts zur Prävention von Allergien und Atemwegserkrankungen im Kindesalter hat ergeben, dass vor allem bei Kindern, deren Eltern oder Geschwisterkinder an Neurodermitis leiden, das Allergierisiko durch die Aufnahme von HA Nahrung auf die Hälfte gesenkt werden kann. Ob man Kindern ohne Allergierisiko eine HA Muttermilchersatz Nahrung geben soll, ist leider nicht erforscht bisher. Allerdings ist diese Milch besser verdaulich und könnte laut von Berg einen Vorteil bieten. Es ist auch nachweislich von Vorteil, Kinder in den ersten vier Lebensmonaten mit erhöhtem Allergierisiko vor einer Belastung mit Auslösern zu schützen. (von Berg, 2011).

Also welche Muttermilchersatz Nahrung ist nun die Richtige?

So. Da stehe ich nun mit meinen Erkenntnissen…  Außer Heuschnupfen, den eine der Omas plagt, gibt es keine Allergien in unseren Familien. Unser Sohn hat Phasen, in denen er sich seine Augen öfter reibt und diese etwas gerötet sind. Leider konnten wir bisher nicht herausfinden um was es sich handelt. Könnte aber Heuschnupfen sein, laut Kinderarzt… Es scheint aber die HA Nahrung hauptsächlich gegen Neurodermitis vorzubeugen. Nicht aber Asthma -und Heuschnupfen ist nicht aufgelistet…

Mir stellen sich die Fragen:
– Soll ich HA Muttermilchersatz Nahrung kaufen auch wenn keine Neurodermitis in der Familie vorkommt? Einfach weil sie besser für mein Baby ist und der Muttermilch am nächsten ist?
– Ist eine „gut“ getestete Bio Milch besser als eine „sehr gut“ getestete Nicht-Bio Milch?
– Soll ich eine 1er Milch kaufen, weil die Pre schlechter abschneidet?

Was mir bisher komplett unbekannt war, ist dass man auch Stutenmilch füttern kann. Es gibt unterschiedliche Erkenntnisse. Wohl ist dieser Muttermilchersatz auch wieder gut für Kinder, die ein erhöhtes Allergierisiko tragen. Was mich etwas stutzig macht, ist die Tatsache, dass diese Milch nicht pasteurisiert werden kann. Ob ich einem Neugeborenen eine Rohmilch anbieten würde weiß ich nicht… Aber wie immer muss das jede Mutter selbst entscheiden.

Ein Gedanke zu „Muttermilchersatz Pre, HA, Stutenmilch und Co. 🇩🇪

  1. Oh hier könnte ich auch einiges dazu schreiben. Ich durfte in der Zwischenzeit beides kennen lernen. Meine erste Tochter war 7 Monate ein Stillkind. Meine zweite Tochter (jetzt 16 Wochen alt) hatte die Brust einfach verweigert. Das Abpumpen ging nicht lange, die Muttermilch versiegte.
    Meine zweite Tochter ist also leider Gottes ein Flaschenkind. Ich habe mich für die Aptamil Pre Nahrung entschieden. Ich wollte nicht so viel Kohlenhydrate haben , weswegen ich mich gegen die 1er entschied. Das Argument das Pre der Muttermilch am nächsten kommt, zog für mich.

    Mein Fazit nach 16 Wochen: wir sind begeistert. Die Milch wird gut vertragen, insgesamt lässt sich wunderbar ein Rhythmus einhalten und meine kleine trinkt eher immer weniger als auf der Verpackung angegeben ist, was sie dürfte. Alle 4 Stunden. Durch schlafen tut sie erst seit wenigen Tagen, aber das auch nur nach Erziehungsmaßnahmen. Von alleine wäre sie wohl nie drauf gekommen (meine erste Tochter wollte auch nicht von alleine durch schlafen). Wir sind also richtig glücklich mit der Pre Nahrung und können Sie durchaus weiter empfehlen. Man braucht keine 1er. In der Muttermilch sind ja auch nicht soviele KHS! Werden die Prei füttern bis zur Breitzeit 🙂

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